Noch liegt der Frühnebel über den Wassern, als der Kutter sich leise tuckernd einen Weg durch eine unglaublich stille Welt sucht.
Nur hin und wieder der Schrei eines Seevogels – wir sind allein in der Weite des Meeres, die Welt gehört für eine Weile nur uns.
Plötzlich bricht die Sonne durch, die Nebel zerflattern im Licht: Wie von Zauberhand taucht Südfall vor uns auf, sonnenbeschienen, verlockend.
Hier lag einst das sagenhafte Rungholt, das in einer einzigen Sturmnacht vom Meer verschluckt wurde. Der Dichter Detlev von Liliencron hat den Ort in seiner Ballade »Trutz Blanke Hans« besungen. In gewissen Nächten hört man auch nach mehr denn 600 Jahren noch die Glocken des uralten Hafenortes läuten, so erzählt die Sage. Und Robert Brauer, bis vor kurzem noch Halligwart, hat viele stille Gespräche mit den Rungholtern geführt.
Information
Ihr Zimmer für die Rungholt-Trauung ist der »Pesel«, das Wohnzimmer des Hallighauses.
Sie haben zuvor die Möglichkeit, sich umzuziehen. Karin Lipski, selbst Autorin etlicher Veröffentlichungen zum Thema Rungholt, liest aus ihren Aufzeichnungen über den mittelalterlichen Hafenort und holt so die sagenhafte Zeit in die Gegenwart zurück. Das Trauzimmer fasst ca. 8 Personen.
Anreise per Schiff von Pellworm.